Demography

Metadata
Title

Demography - Houses

Abstract  
Keywords Wohntraditionen; Hütten; Häusern
Description

Mesolithische und neolithische Forschungstraditionen sind in fast allen europäischen Regionen recht unterschiedlich orientiert und interpretieren ergrabene Befunde und Funde durchaus nach verschiedenen Kriterien. Zu einem wichtigen Paradigma gehört der Unterschied zwischen neolithischen und mesolithischen Hütten oder Häusern, die nur selten in einen Vergleich miteinander gestellt werden. So wird das „neolithische Haus“ Mitteleuropas, aber auch Südskandinaviens, als eine der wichtigsten Innovationen der ältesten neolithischen Gesellschaften angesehen – sei es das linearbandkeramische Langhaus oder das Trichterbecher-Rechteckhaus. Die Hinweise auf mesolithische Wohnstätten hingegen gelten als eine facettenreiche Entwicklung unterschiedlicher Behausungsformen, die nicht in die neolithische Wohnarchitektur überleiten. In diesem kurzen Beitrag möchte ich daher phä- notypisch der Frage nachgehen, ob sich mesolithische und neolithische Behausungen im südlichen Skandinavien und nördlichen Mitteleuropa tatsächlich in der angesprochenen Weise unterscheiden. Können sich neolithische Häuser aus mesolithischen Wohntraditionen entwickelt bzw. letztere zu ersteren beigetragen haben? Dieser phänotypische Ansatz ist mit der doppelten Bedeutung der Behausung an und für sich konfrontiert. Behausungen formen habitus und konstituieren soziale Praxen der Individuen, die in Zelten, Hütten oder Häusern zusammenleben (Glørstad 2010, 103ff.). Die Behausung repräsentiert neben ihrer äußeren Form auch die Konstitution von sozialen Beziehungen, von Machtbeziehungen und von Au- ßenbeziehungen der sozial Handelnden, seien das Familien, Kleingruppen oder aber auch Individuen (Bourdieu 2005, 20ff.). Insofern verbindet sich mit der Frage nach lokalen und regionalen traditionellen Bezügen des neolithischen Hauses somit die Frage nach Ausdrucksweise und Qualität der neolithischen Gesellschaften: Handelt es sich um neue Weltanschauungen gartenbauender, viehhütender oder ackerbäuerlicher Bevölkerungen oder handelt es sich um die Fortsetzung wildbeuterischer Weltanschauungen, die sich erst schrittweise verändern? Denkbar ist bei der Beantwortung der phänotypischen und sozialtypischen Aspekte unserer Fragestellung natürlich auch ein Mosaik verschiedenster Übergangsprozesse. Rein terminologisch begreife ich ein Zelt als eine Behausung mit einer mobilen Wandinstallation, eine Hütte als einen Bau mit einer festen Wandinstallation, aber ohne dachtragende Firstpfosten, und ein Haus als eine Behausung nicht nur mit festen Wandinstallationen, sondern auch mit Firstpfosten (zur Definition vgl. auch Artursson u. a. 2003).

Coverage North Central Europe, Southern Scandinavia
Mesolithikum, Neolithikum
Author(s) Johannes Müller
Contributor(s) -
Created n/a
Last Modified 2013
Date published 2013
Language German
Format tabled data (.csv)
Extent not applicable
Bibliographic Citation J. Müller, Mesolithisch- neolithisch: Zur Entwicklung von Hütten und Häusern im südlichen Skandinavien und nördlichen Mitteleuropa. Offa 69/70, 2013, 249-64.
License Not yet decided
Link to the dataset houses_Meso_neo_article_offa
Metadata
Title

Demography 1

Abstract  
Keywords Near East, Southeast Europe, Central Europe, population growth, demography, Neolithic
Description

Demographic values for Europe and the Near East indicate a general population growth in Europe from 1 to 8 million inhabitants and in the Near East from 1 to 14 million ca. 6500–2000 BCE. Fluctuations in growth rates were due to influences of technological and social change on demography. Different compositions of population concentrations in core areas are observed between the Near East, Southeast Europe and Central Europe/South Scandinavia. For Central Europe and South Scandinavia, isotope values indicate a high degree of “non-locals” in the populations. A combination of demographic and isotope values for Bell Beaker burials indicate, however, that supra-regional networks and not a general immigration were probable the causes of the observed demographic and isotope values.

Coverage Near East, Southeast Europe, Central Europe
Neolithikum
Author(s) Johannes Müller
Contributor(s) -
Created n/a
Last Modified 2013
Date published 2013
Language English
Format tabled data (.csv)
Extent not applicable
Bibliographic Citation Müller J. 2013. Demographic traces of technological innovation, social change and mobility: from 1 to 8 millionEuropeans (6000–2000 BCE). In S. Kadrow and P. Włodarczak (eds.), Environment and subsistence – forty yearsafter Janusz Kruk’s „Settlement studies…” (= Studien zur Archäologie in Ostmitteleuropa / Studia nad PradziejamiEuropy Środkowej 11). Rzeszów, Bonn: Mitel & Verlag Dr. Rudolf Habelt GmbH, 1–14.
License Not yet decided
Link to the dataset demography_studies_paper_kruk_neustupny_net_reduction